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Proxmox VE OpenSource Virtualisierung getestet. #Erfahrungsbericht

Erstellt von Dennis | | Proxmox, VMware, KVM, Linux | Keine Kommentare

Ich habe in den letzten paar Tagen mich mit Proxmox VE (Proxmox Virtual Environment) beschäftigt und ausgiebig ausprobiert. Eins vor weg, ich bin wirklich begeistert was da angeboten wird und was man da bekommt und das sogar völlig kostenlos. 

Proxmox VE ist eine Virtualisierungsplattform für den Betrieb von Virtuellen Maschinen und bietet zur Administration eine tolle grafische Weboberfläche. Die Umgebung basiert auf QEMU mit der Kernel-based Virtual Machine. Neben der KVM Virtualisierung kann Proxmox ebenfalls LXC Container administrieren und verwalten. Meiner Meinung nach eine super geile Implementierung wenn man nicht immer auf eine voll virtualisierte Maschinen setzen will und Ressourcen sparen möchte. 
 

Das Proxmox Webinterface

Das Interface ist ganz normal über einen Webbrowser deiner Wahl zu erreichen (https://Host-IP:8006) und ist auch zentralisiert wenn mehrere Knoten in einem Cluster gebündelt sind. Das Interface zeigt sich aufgeräumt und unterstützt größtenteils alle Funktionen welche für den täglichen Betrieb benötigt werden. Zentrale Authentifizierungsmöglichkeiten, Clustermanagement, verschiedene Anzeigemodi runden das Webinterface ab. Für ein OpenSource Projekt gibt es dafür von mir die Note "Sehr gut".
 

Storageanbindung

Proxmox bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten den Storage zu verbinden. Typische Anbindungen wie CIFS, NFS, iSCSI sind natürlich an Board. Aber auch Locale Storage Replikationen sind möglich mittels Ceph, GlusterFS oder ZFS. Ich habe einige ausprobiert und ich muss gestehen auch das hat unproblematisch gut funktioniert. Klar, die ein oder andere Funktion erfordert noch ein wenig Handarbeit wie z.B. Ceph, aber nach der ersten Einrichtung klappte auch das tadellos. Immer dran denken, damit Clusterfunktionalität bestens funktionieren ist ein gemeinsamer Speicher für die Clusternodes absolut zu empfehlen. 
 

KVM - Kernel-based Virtual Machine

Ja die virtuellen Maschinen werden mittels KVM virtualisiert. Die Einrichtung meiner Testmaschinen hat besten funktioniert und auch absolut performant. KVM bringt alle Funktionen mit, welche für den heutigen Standard der Virtualisierung benötigt werden. Proxmox bietet eben genau hierzu eine perfekte Grafische Oberfläche um diese einzurichten bis ins kleinste Detail. 

Einmal zu KVM selber, ohne Proxmox Betrachtung. Schaut man sich die Spezifikationen von KVM im direkten Vergleich zu z.B. VMware oder Hyper-V an, kann man auf die schnelle keine großen Unterschiede feststellen. Die Abweichungen sind gering und spielen meiner Meinung nach keine große Rolle. Einzig und allein wo man Unterschiede findet, ist eben bei den Orchestrierungstool der entsprechenden Herstelle. Dort ist VMware deutlich vorne und bringt Features mit, wo andere nicht mithalten können. Da ist lediglich die Frage wie groß ist das eigene Portmonee und brauche ich wirklich diese Features, weil hier in Proxmox z.B. kann man durch leichte eigene Arbeit bestimmte Features selber nachstellen oder Scripten. 
 

LXC - Linux Containers

Kommen wir zu meinem persönlich Highlight von Proxmox und ich findet es sau geil das LXC den Weg in das Tool gefunden hat. Linux Container ist ein Weg zur Virtualisierung auf Betriebssystemebene, das mehrere voneinander isoliert laufende Linux-Systeme auf einem einzigen Host ermöglicht. Heißt frei übersetzt, ich kann in windeseile z.B. ein Ubuntu Image auf meinem Hostsystem Debian starten und dieser Container verhält sich ziemlich ähnlich wie eine ganz normale Virtuelle Maschine. Natürlich sind Linuxcontainer keine Vollvirtualisierung, aber ahnen den Zustand nach. Die Container haben eigene IP Adressen, eigene Ressourcenzuweisungen usw usw. Einziger großer Unterschied zu einer VM liegt darin, dass ein LXC sich an dem Kernel des Hostssystems bedient. In Proxmox sind LXC fester Bestandteil und werden zu 100% unterstützt. Meine absoluter Favorit in diesem Tool.
 

Fazit

Lange Rede kurzer Sinn. Proxmox ist für kleine, mittlere und evtl. sogar größere Umgebung absolut geeignet. Für kleine und mittlere Umgebungen würde ich sogar eine deutliche Empfehlung aussprechen, da Kosten / Nutzen weiteraus überwiegen gegenüber Konkurrenzprodukten. Es bringt alles mit, was das Virtualisierungsherz begehrt und läuft jetzt bei mir Tagelang problemlos in einem durch. Wenn man spezielle Settings benötigt, lassen diese sich in den meisten Fällen problemlos auf der Shell von Proxmox erledigen. Es wäre also von Vorteil wenn man einer Linuxshell nicht ganz fremd ist.

Meine absolute Empfehlung!

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